Island – Sand zwischen den Zähnen


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Es knirscht gerade etwas zwischen den Zähnen – gut, dass das Isländische Wasser hier so gut ist und ich die kleinen Lavasteinchen, die sich heute im Laufe des Tages in meinem Mund angesammelt haben, runterspülen kann. Es war heute den ganzen Tag windig bis stürmisch. Zumindest für meine Verhältnisse. Ich springe nochmal kurz auf, mache ein Bild von den Wolken, die ein letztes Mal angeleuchtet werden und setze mich mit einem Glas GinTonic zum schreiben hin. Verdammt, mir geht es hier echt gut. Richtig gut.
Der Vulkan Bárðarbunga, der uns die letzten Tage doch etwas in Atem gehalten hat, und uns die Fahrt zum Dettifoss verwehrte (die Straßen wurden gesperrt) hat sich wieder beruhigt und wir haben eine Unterkunft auf einer Pferdefarm bekommen mit einem genialen Ausblick auf die Bucht. Hier sollen angeblich auch tagtäglich Wale umher schwimmen – die haben sich uns aber noch nicht gezeigt. Dafür haben wir die vergangenen zwei Tage wieder soviel unglaubliches, atemberaubendes, unbeschreibliches gesehen, das reicht wohl erstmal wieder.
Mit meinen Bildern bin ich immer noch nicht ganz zufrieden, es geht alles einfach viel zu schnell. Zusammenpacken, aufbrechen, weiterfahren. Trotzdem möchte ich das ein oder andere zeigen, dafür habe ich schließlich diesen Blog :)

Gestern haben wir den einzigen Wald Islands besucht, auch um wieder etwas gewohntes zu sehen. Wald ist hier vielleicht ein bisschen übertrieben, der Baumbestand ist rund 100 Jahre alt. Also sind es eher Bäumchen. Dafür gibt es Unmengen an Pilzen und, wie überall, Beeren im Überfluss. Entspannt können wir uns so auf die Reise über den höchsten Pass Islands machen. Ist natürlich eine Schotterpiste. Aber kein Ding für uns und unseren Jimney. Irgenwie ist es ja schon eine Klapperkiste. Aber eine liebenswerte und zuverlässige. Ich habe immer ein gutes Gefühl mit ihm. So kann ich wenigstens die Landschaft außenrum genießen auch wenn ich ständig Schlaglöchern ausweichen muss und wir ganz schön durchgeschüttelt werden. Dafür bekommen wir eine Sicht auf Meeresbuchten, wie sie nicht schöner sein kann. Und wieder hat Mutter Natur es geschafft, dass ich mich jeden Tag aufs neue vor ihr niederknien möchte.

 

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