Island – Natur im Überfluss


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Ich komme gar nicht mehr zur Ruhe… Genau das hatte ich doch aber gesucht – aber es passiert einfach zu viel. Egal ob es gerade aus der Erde qualmt, ich meinen ersten Offroad-Track heil überstanden oder die ganzen großen und kleinen und versteckten Wasserfälle verdaut habe. Kann ein Mensch überhaupt soviel an einem Tag verarbeiten? Irgendwie geht es schon, aber es ist auch verdammt anstrengend.

Heute haben wir gleich morgens direkt neben der Touristenfalle Seljalandsfoss einen weiteren, kleineren Wasserfall entdeckt. Mutig gings über glatte Steine in eine enge Felsschlucht – mit Endorphinen vollgepumpt wieder raus. Es ist unfassbar. Gibt es magischere Orte? Man mag einfach nicht glauben, dass das unsere Erde ist, auf der wir leben.

Um aber mal wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen: Landschaftsfotografie geht NICHT nebenbei und: Wie fotografiere ich einen verdammten Wasserfall ohne das die Linse gleich wieder voller Wassernebel ist? Außerdem brauche ich für solche Bilder das 16 -35 iger um mit Filtern arbeiten zu können. Die Superlinse 14 – 24 bringt mir hier nämlich genau nichts. Verdammt! Aber ganz ehrlich, dafür mache ich zuwenig damit. Es wäre ein nettes Spielzeug aber vielleicht sollte ich hin und wieder einfach versuchen, die Landschaft mehr zu genießen und weniger Fotos zu machen. Aber es gibt hier zuviel Abwechslung, ein zu großes Feuerwerk für die Sinne und ich muss ein bisschen was davon mit nach Hause nehmen. Als Bild.

Während wir weiterfuhren, kamen wir tatsächlich durch die Landschaft, in denen all die Elfen, Trolle und Zwerge zuhause sein müssen. Es kann gar nicht anders sein. Alles weich, alles grün, alles so voller Moos. Flauschigem Moos. Vielleicht komme ich nochmal und schlafe heimlich eine Nacht darin. Es fühlt sich nämlich wunderbar an. Zum Abschluss gab es noch ein paar Gletscher und einen Sonnenuntergang, wie ich ihn lange nicht mehr erlebt habe. Man konnte gar nicht mehr aufhören, Bilder zu machen. Und noch eins. Eins nur noch. Ein kleines geht noch. Das ist jetzt aber wirklich das letzte.

Nach soviel atemberaubenden Erlebnissen hilft nur wandern, um den Kopf frei zu kriegen. Genau das haben wir gemacht. Und es tat gut – runterkommen, Gedanken wieder ordnen, frei fühlen. Und natürlich nebenbei Blaubeeren sammeln, um es den Isländern gleich zu machen. Für den letzten kleinen Freudenschub dann noch an die Gletscherlagune Jökulsárlón, die ich aber im Winter wesentlich beeindruckender fand. Ob es an den fehlenden Touristen liegt? Oder das alles reiner war? Das Licht besser? Mehr Eis auf dem Wasser tanzte? Egal, der Tag war und ist gut. Danke Island.

 

 

 

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2 comments

  1. Meine Mom & Sister waren auch schon zwei dreimal dort. Muß der Hammer sein.

  2. Wunderbare Serie, auch im vorherigen Beitrag. Island ist einfach super. Ich war auch schon zweimal dort und komme gewisse wieder. :)

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