Island – das Abenteuer beginnt


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Kalt und klar empfängt uns der Isländische Sommer – wir, also Linda und ich, kamen am Flughafen Keflavík in der Augustsonne an. Die Insel hat mich also wieder. Nachdem ich ihr ja schon im Winter einen kleinen Besuch abgestattet hatte sollte es diesmal also um die ganze Insel gehen. Und dabei wieder Stationen aus dem letzten Urlaub anlaufen – deswegen galt unser erstes Ziel dem Guesthouse von Guðny.

Das ist also dieser Isländische Sommer – die Kinder rennen in kurzen Hosen und T-Shirts rum und wir frieren in unseren Softshelljacken. Na, wohl alles nur eine Frage der Gewöhnung ;) Wir gehen runter zum Hafen wo ich einiges wiedererkenne, viel aber auch nicht. Die Luft ist immer noch salzig und ich mag das raue aber ehrliche Wetter.

Ein paar Meter an einer Steilklippe über dem Hafen genießen wir die Sicht nach Reykjavík und die letzten Sonnenstrahlen, die die Sonne zwischen zwei Wolken zu uns durchlässt.

Der nächste Morgen – grau. Auch so kenne ich Island. Diesmal bin ich aber nicht gebunden und wir können gleich nach dem Frühstück mit dem gemieteten Suzuki Jimney losfahren. Ich habe mich schon die ganze Zeit auf das Auto gefreut. Ich weiß selber nicht genau warum. Ist es das einfache? Der unzerstörbar wirkende Plastik-Look? Oder weil das Auto einem das Gefühl gibt, wie wenn man sich als 18 Jähriger das erste mal in einer fast auseinanderfallenden, schrottreifen Kiste in ein Abenteuer stürzt. Egal. Im Radio singt uns Lady Gaga was von einem Pokerface und wir freuen uns einfach wie die Kinder, dass wir uns jetzt in das Abenteur Island begeben.

Es ist alles irgenwie unwirklich – man fährt abwechselnd durch Mondlandschaften, Farmen und Wiesen und Fischerdörfer. Zwischendurch vorbei an Kähnen, die schon seit Jahren ihr Dasein an Land fristen müssen und nicht mehr in die raue See um Island auslaufen dürfen. Ständig müssen wir anhalten (nein, ich muss anhalten, Linda steigt immer bereitwillig mit aus ;)). Und dann, vollkommen unerwartet, stehen wir zwischen zwei Kontinenten. Also geologisch gesehen. An der Grenze wo die eurasische & die amerikanische Kontinentalplatte auseinanderdriften.

Da ein Reisebus gerade wieder eine Horde fotografierende Touris (jaja, ich bin ja selbst einer) ausgespuckt hat, packen wir dort zeitig wieder unsere Sachen und fahren direkt auf ein Kraftwerk zu. Ein Geothermiekraftwerk. Wir parken, steigen aus und die stinkenden und beißenden Schwefelschwaden treiben uns die Tränen in die Augen. Aber die Faszination ist größer und wir wagen den Rundgang. Überall blubbert, zischt und stinkt es. Und wenn man den Boden anfasst, ist dieser warm, manchmal sogar heiß. Ein paar Kilometer weiter und die nächsten HotSpots warten auf uns. Gelegen zwischen türkisblauen Seen und im Hintergrund das Meer – es passt alles nicht zusammen und trotzdem ist es so.

Hier wird einem die Macht der Erde bewusst und wie wenig man selbst zu bewegen vermag. Aber das ist kein Gefühl der Hilflosigkeit – es ist eher was zwischen Begeisterung und tiefer Demut. Und so kommen wir erschöpft an unserem nächsten Guesthouse an und genießen die schönen Seiten der heissen Erde – den HotPots ;)

 

 

 

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