Kirgisistan – am einsamen Bergsee


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Der Trip geht langsam zu Ende und wir brechen Richtung Bischkek auf. Unterwegs machten wir aber noch an einigen Stationen halt (ich hatte mir das wieder in den Kopf gesetzt). Der erste Halt war am Fairy-Tale-Canyon, ein Gebiet in dem verschiedene Erdarten vom Regen ständig neu ausgewaschen werden (zumindest aus erdgeschichtlicher Sicht betrachtet). Außerdem musste ich unterwegs einfach immer wieder raus, die Landschaft und die Weite genießen. Unser Ziel war ein einsamer Bergsee, an dem wir eine letzte Nacht campen würden.

Der Fairy-Tale-Canyon ist mir schon auf dem Hinweg Richtung Barskoon aufgefallen. Zumindest das kleine Hinweis-Schild. Und nachdem wir die gleiche Strecke wieder zurückfuhren, mussten wir dort eine Foto-Pause einlegen. Das „Gestein“ dort ist eher wie ein riesiger, fester Erdhaufen, die mal ganz weiche und dann zwischendurch wieder ganz harte Formen hervorbringt. Und wenn man genügend Fantasie an den Tag legt, kann man darin verschiedene Märchenfiguren sehen. Zum Beispiel die 7 Zwerge – oder so wie ich sie mir vorstelle. Als ich mich dort sattgesehen hatte, konnten wir endlich weiter fahren. Meine Mitreisenden warteten schon ungeduldig. Die Landschaft präsentierte sich an diesem Tag wieder ständig neu. Teilweise kam ich mir vor wie in Südamerika – weite Ebenen zwischen hohen, schneebedeckten Bergen. Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, die Arschbacken waren vom vielen Sitzen schon taub, bogen wir nach rechts Richtung kasachische Grenze ab. Ziel, wie oben ja schon beschrieben, war ein kleiner, idyllischer Bergsee. Eigentlich hätte man an der Strecke überall wunderbar campen können. Aber Vladimir hat da immer so seine eigenen Ideen und Vorstellungen ;) Und die Idee war klasse. Während der Hirte seine Schafe und Pferde weitertrieb und uns den Platz überließ, bauten wir unsere Zelte auf. Durch die Mulde war es abends sogar auch einigermaßen windstill und wir genossen die letzte Nacht im Freien.

Natürlich stellte ich dann auch meine Cam raus, ich wollte endlich mal einen Startrail machen. Aber, wir zwei kommen nicht zusammen – der Wind frischte ziemlich auf und am Morgen hatte ich, bis auf ein paar Ausnahmen, nur verwackelte Bilder auf der Cam. Zum Glück hab ja noch das ein oder andere Foto von Kirgisien. Und so brachen wir dann auf, um wieder in die uns inzwischen vertraute Hauptstadt zurückzufahren.

Anfangs hatte sich Bischkek mir ja noch grau und verlassen präsentiert – in den vergangenen zwei Wochen allerdings wurde alles grün, die Temperaturen stiegen, die Anzahl der Röcke nahm zu, die Länge ab – die untrügerischen Zeichen für den nahenden Sommer. Überall waren spielenden Kinder zu sehen, Familien genossen die warmen Temperaturen und es schien so, als wäre die Stadt zum Leben erwacht. Und so konnte ich auch Bischkek in guter Erinnerung und mit starken, bleibenden Eindrücken verlassen und nach Hause fliegen.

 

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2 comments

  1. Wunderschöne Fotos,tolle Schärfe und Motive.

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