Skirgisistan – Skitouren & das Tal des Honigs


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Heute gab es das besagte Heißes-Wasser-Müsli-Frühstück. Immerhin garniert mit strahlendem Sonnenschein und so steht man auf jeden Fall gerne auf. Zumal wir auch die erste Tour vor Augen hatten. Blauer Himmel, weißer Schnee und absolute Genusshänge – Top-Bedingungen!

Mit den Skiern unter den Füßen machten wir in zweieinhalb Stunden 1150 Höhenmeter, das Ziel war ein Gipfel mit 3450 Metern (kleines Aufstiegsvideo). Um es auch am ersten Tag nicht gleich allzu leicht zu haben, ging ein ordentlicher Wind, mit zwischenzeitlichen Boen von bestimmt 50 – 60 km/h. Aber dafür gibt es ja die guten Goretex Jacken und so konnten wir ein paar hundert Meter unterm dem Gipfel ein Skidepot machen und stiefelten die letzten Meter bis zum Gipfel.  Zu unserem Unglück fanden wir dort schon einen Steinhaufen, d.h. wir waren definitiv nicht die ersten. Egal, die Aussicht war absolut traumhaft und ich konnte die Freiheit fühlen. Auch wenn wir es nicht sonderlich lang aushielten. 0 Grad und ein ordentlicher Wind trieb uns wieder Richtung Zelte. Das machte die Sache allerdings nicht wirklich besser. Der Wind frischte unten angekommen ziemlich auf und wir waren erstmal damit beschäftigt, die Zelte für die Nacht zu sichern, denn es schien nicht so, als ob der Wind nachlassen würde. Dementsprechend war unser Abendprogramm ziemlich kurz und so lagen wir um 20:00 im warmen Schlafsack.

Der zugefrorene Fluss am nächsten Morgen zeigte, das es während unserer Nachruhe ziemlich angezogen hatte – schlecht für mich, gut für den Schnee. Ich war nach der letzten durchfrorenen Nacht zwar etwas schlauer und lag diesmal mit allerhand Thermounterwäsche und Hauberl im Schlafsack, dafür zerrte der Wind am Zelt und lies es die gesamte Zeit knattern und knarzen. Die Oropax helfen da irgendwie nur bedingt – ich mag die Dinger auch nicht wirklich. Der Schnee war dafür wieder gut durchgefroren und wir konnten, nachdem Bene am Vortag noch etwas angeschlagen war und einen Ruhetag eingelegt hatte, zu dritt zum nächsten unbekannten Gipfel aufbrechen. Diesmal waren es knapp 1.000 Höhenmeter und – große Premiere für mich – diesmal sogar mit etwas Steigeisen und Pickel-Einsatz! Bedingt durch die Weite der Tour kamen wir auch nicht wieder direkt am Auto raus und legten ein paar Meter auf der Straße zurück. Das muss für die Kirgisen auch ein seltsames Bild abgegeben haben…

Kurzes Mittagessen, Zelte abbrechen und weiter über den Alabell-Pass Richtung Toktogul-See. Der Pass zeichnet sich durch zwei Dinge aus: das am Straßenrand Richtung Süden alle paar Meter ein Honigstand kommt und ebendort (genauer gesagt im Straßengraben) auch immer wieder Autos landen. Der Honda hatte Glück und als um die 20 Mann um das Auto standen und anschoben, konnte es auch für diesen Kirgisen weitergehen.  Auf dem Weg zum Guesthouse, in dem es mal wieder ein ordentliches Abendessen und eine heiße Dusche gab, machten wir an einem dieser Stände halt und nahmen drei 0,5 Liter Cola-Flaschen mit dem süßen Gold mit (für umgerechnet ca. 5 €). Dort angekommen gab es zum Tee etwas Fladenbrot und Honig – mit Bienenbein. Der gleiche Napf samt gleichem Bienenbein stand am nächsten Tag, wenn auch aufgefüllt, wieder an unserem Tisch zum Frühstück – ein untrügerisches Merkmal für ein frisches Naturprodukt aus der Region und das er definitiv zu schade zum wegwerfen ist ;)

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1 Kommentar

  1. Muß ein tolles Gefühl sein, wenn man dort ist. So „rein“ und menschenleer.

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