Sæl(l) Island – Tag 2


island-55Das Jólaöl (nein kein Bier sondern das Weihnachts“bier“, ein Malzgetränk mit Orangenlimo) neben mir und isländische Sonderzeichen kopierend geht es heute abend mit dem Blog weiter. Ich bin ja heute in Höfn bei Inga & Step auf Dynjandi angekommen. Zur herzlichen Begrüßung gab es neben einem Flughafenshuttle auf den Hof auch gleich frisches Lamm und Kartoffeln. Eigentlich esse ich ja eher weniger Fleisch, und Lamm eigentlich überhaupt noch nie. Aber was soll ich sagen, es war so zart, dass es sogar mir richtig gut geschmeckt hat. Das will was heißen.

Aber der Weg hierher ist nichts für zartbesaitete. Während ich mir meine Finger in den Sitz des Vodermanns krallte hat der gemeine Isländer ja eher die Ruhe weg. Bei so einem Wetter möchte ich nicht autofahren müssen, geschweige denn fliegen (also steuern – mal abgesehen davon, dass ich es eh nicht kann). Nun ja, alles ging gut und ich kann mir nochmal die Bilder und Gedanken von Reykjavik durch den Kopf gehen lassen.

Das Frühstück fand heute im Dunkeln statt. Gegen Mittag, als ich endlich in Reykjavik ankam, wurde es auch schon heller. Also für nordische Verhältnisse. Und Reykjavik ist eine Städtchen. Ich glaube, alles wichtige habe ich heute zu Fuß erledigt und gesehen. Mein Gepäck hatte ich beim BSI eingesperrt und macht mich nur mit Fotoequipment auf die Socken.

Hatte ich schon erwähnt, dass hier alles so flach gebaut ist? Für einen Touri wie mich perfekt. Denn die Hallgrímskirkja-Kirche erkannte ich schon von weitem. Also los. Hat was von Herr der Ringe (Übrigens kann den Turm mit einem Aufzug erklimmen und hat einen sensationellen Blick über die ganze Stadt. Ich will nicht wissen, was da im Sommer los ist…). Ebenso wie die elbenhaften weiblichen Geschöpfe, die dann und wann meinen Weg kreuzen. Und ja, auch ich bin der Meinung einen kurzen Rock kann man zu jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit tragen!

Leider hat meine Zeit nicht für einen Besuch in dem einzigartigen Penis-Museum gereicht. Ich hole das aber im Sommer nach und berichte, versprochen. Der Hafen war nämlich mein Ziel. Und ich glaube, es war die richtige Entscheidung. Etwas Glück braucht man auch manchmal und so war es entgegem dem Wetterbericht nicht ganz so schlecht und die Sonne schaute sogar ab und zu über die Wolken und schenkte mir etwas Licht. Genau das brauche ich doch.

Da ich ja vom internationalen Airport Keflavík mit dem Bus in die Stadt gefahren bin und nicht die direkte Linie genommen habe sondern einen, der jedes zweite Bushäusl anfährt bin ich in der Stadt auch an einem Friedhof vorbeigekommen. Auch der war gleich ums Eck. Er ist mir aufgefallen weil dort unheimlich viele Bäume standen. Der Grund: An fast jedem Grabstein steht ein Baum. Oder umgedreht. „Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren“.

Völlig in Gedanken machte ich mich wieder auf den Weg Richtung Flughafen Reykjavik (auch der war gleich ums Eck). Meine Maschine stand schon bereit. Oder sollte ich Sardinenbüchse mit Flügeln sagen? Egal, ein herzliches „Vergelt’s Gott“ an die Piloten, die uns sicher durch das Schneetreiben in den Regen nach Höfen gebracht haben.

Hier noch ein kleiner Tip an alle, die mit Freefall-Air, entschuldigung, mit Eagle-Air einen Inlandsflug machen möchten. Über die isländische Seite buchen, nach dem Nettilboð suchen, bei Kennitala 000000 eintragen und buchen. So kostet der Flug nur noch 180 € statt 380 €. Und den Rest übersetzt Euch übrigens der google-Translator.

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2 comments

  1. …wünsche noch ein paar schöne Tage in Island.

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