Der Fischer am See – ein Mann, ein Wort ;)


Da hat sich doch mal wieder das eine zum anderen gefügt – und herausgekommen ist eine nette Geschichte mit ein paar tollen Bildern. Beauftragt wurde ich vom Urlaubsregion Simssee. Sie möchten ein paar schöne Bilder von der Umgebung haben. Gerne auch nach dem Regen und nicht immer nur blauer Himmel, grüne Wiese… Das spielt mir doch direkt in die Karten.

Zudem bekam ich die Möglichkeit mit einem Fischer morgens raus auf den See zu fahren. Und wann kommt man schonmal zu sowas? Also gleich mal beim Fischer anrufen:
Ich: „Ich würde gerne morgens mal mit Ihnen raus auf den See fahren, geht das?“
Er: „Ja.“
Ich: „Wann würde es denn gehen?“
Er: „Am Dienstag“
Ich: „Ähhh ok, und wann, also um wieviel Uhr?“
Er: „Halb sechs am Wanderparkplatz“
Ich: „Ok, ja dann bis Dienstag“
Er: „Jo. Servus.“

Und der Fischer ist definitiv noch vom alten Schlag. Punkt halb sechs biegt er um die Kurve um mich aufzugabeln. Und er ist definitiv auch noch ein Kerl vom alten Schlag. Geredet wird die nächsten drei Stunden nicht wirklich viel… Wobei ich einfach eine Lanze für ihn brechen muss. Super Kerl, grad raus, trotz der wenigen Worte sehr sympathisch und Hut ab davor, dass er jeden Tag rausfährt. Ein Knochenjob…

Also rein ins Boot und raus auf denn See. „Da vorn kannst dich hinsetzen“. Gut, ich weiß bescheid. Und gehe meiner Arbeit nach und er seiner… Irgendwie wollte die Kundin dann auch noch ein 360 Grad Panorama vom See. Aber nicht eins vom Ufer, irgendwie von der Seemitte, wenn das denn geht. Halt, da ist doch eine Badeinsel mitten drin. Also frage ich, ob er mich dort aussetzen könne. „Klar, ich hol dich dann in ner halben Stunde wieder ab“.

Und nun sitze ich da: auf schwankenden 2 x 2 Metern Badeinsel. Mit 2 Rucksäcken voll Kameraequipment, für die sich andere Leute ein Auto kaufen. Alleine. Ein ungutes Gefühl. Aber ich wollte es ja nicht anders. Also das Zeug fürs Panorama aufbauen und Fotos machen. Ist mal eine andere Perspektive. (Ob das mit dem Panorama so hinhaut ist noch ziemlich fragwürdig, denn so wie das Teil geschwankt hat, hat es mir sämtliche Nodalpunkte verhauen ;)) Egal, vielleicht kann man es noch hinpfrimeln.

Schnell noch ein paar normale Aufnahmen gemacht, jeden Moment müsste der Fischer ja wieder kommen. Die halbe Stunde war nämlich rum. Aber ich höre weder einen Motor knattern noch sehe ich ein Boot sondern sehe nur, wie sich 3 Renter am Ufer langsam ausziehen um ein paar Bahnen zu schwimmen. Na, die werden sich auch Ihren Teil denken, was der Kerl da morgens auf der Badeinsel macht…

Also schauen Sie mir zu, wie ich Fotos mache und ich schaue Ihnen zu wie sie schwimmen. Und die Zeit vergeht. Eine 3/4 Stunde ist rum. Kurz bevor eine ganze Stunde verstrichen ist haben Sie meine Badeinsel fast erreicht. Ob das gut geht, wenn die da auch noch raufwollen? Da ruft mir der eine Schwimmer schon zu (ich glaube, er meinte das eher zum Spaß) ob ich denn auf ein Taxi warten würde. Und wie wenn wir es geplant hatten kommt just in dem Moment mein Fischer mit dem Boot und ich kann erhobenen Hauptes erwidern „Ja, da hinten kommts grad“. Und mit sooo einem Grinsen im Gesicht :). Da hat er kurz aber auch etwas verdutzt geschaut…

Erleichtert werfe ich meine Rucksäcke und das Stativ ins Boot und mich hinterher. Ich habe mir zum Schluss echt schon Gedanken gemacht :/ Aber: Ende gut, alles gut ;) Und die Bilder sind es wert gewesen!

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