Marketing für Fotografen, Teil 2 – Verkauft Euch


Jetzt hat es etwas gedauert, aber zum einen gehts richtig rund zurzeit (was ja sehr psotitiv ist) zum anderen habe ich mir da wohl echt was ans Bein gebunden ;) So eine Marktingreihe sollte ja zumindest ein bisschen Hand und Fuß haben und ich will nicht jedes Mal das gleiche schreiben. Von daher habe ich mir jetzt mal einen Kopf gemacht und mir die Themen ein bisschen sortiert. Dieses Mal:

Verkauft Euch.

Was heisst das genau? Wenn ich behaupten kann, dass ich in meinem Leben schonmal etwas ordentlich gemacht habe, dann war es das, dass ich für eine Zeitung einen Automarkt aufgebaut habe.
Und dafür gibt es eigentlich nur zwei Wege: hartnäckig bleiben und langfristig denken.

Es hat bei mir jetzt knapp 3 Jahre gebraucht (das ist auch immer die Zeit, die ich angebe, die man braucht um ein Geschäft aufzuziehen) bis die Leute (auch oder vor allem die in der Nähreren Umgebung) bemerkt haben, dass man Fotos mache. Inzwischen bekomme ich aber auch aus diesem Umfeld einige Anfragen (Hier ist facebook ein sehr interessanter Ansatzpuntk aber den hebe ich mir mal noch auf ;))

Hartnäckig heisst in diesem Fall nicht penetrant oder nervig, aber man darf (und sollte) auch in regelmäßigen Abständen seine Kunden ansprechen und besuchen. Und wenn es nur ein kurzes „Hallo“ ist oder auf einen Kaffe vorbeischauen. Die meisten Leute freuen sich, wenn sie einen sehen. Zumindest wenn man Ihnen beim Besuch ein positives Gefühl vermittelt. Auch ein telefoniches oder persönliches Nachfragen, ob das Angebot angekommen ist, finde ich ist absolut ok. Hier lasse ich meist eine Woche Zeit dazwischen.

Sollte man dann länger als ein oder zwei Monaten nichts mehr gehört haben, schreibe ich meistens eine Mail, wie es demjenigen denn geht, erzähle kurz, was es bei mir neues gibt (z.b. neue Webseite oder neue Projekte (sollte logischerweise von Interesse für den Kunden sein, vielleicht ist ja mal was dabei)) und frage auch nach, was die Planung bei Ihnen macht. In der Regel bekomme ich auch dann immer eine freundliche Info und der Kunde weiß, dass es mich noch gibt.

Mir ist hier auch vollkommen klar, dass sowas nur im „Geschäftsleben“ geht. Wenn man nach einer Hochzeitsanfrage lange Zeit nichts mehr gehört hat, haben die meisten wohl schon geheiratet oder sich einen anderen Fotografen gesucht. Damit muss man leben ;) Aber ich Wette, über kurz oder lang entwickelt sich daraus ein Auftrag :) Man muss nur dranbleiben.

Das andere Thema, das ich schon kurz angeschnitten habe, ist, das man von sich erzählen soll. Ja, dazu muss man ein bisschen extrovertiert angehaucht sein aber ganz ehrlich: jeder erzählt doch gerne, was er so treibt. Ich will damit auch nicht sagen, man soll jeden mit irgendeinem Mist zulabern aber wenn ich beim Kunden (die inzwischen zum Teil auch sehr gute Bekannte geworden sind) sitze, erzähle ich von meinen Projekten, Plänen und Zielen. Damit ich erreiche ich gleich zwei Dinge: ich mache mich menschlich (gerade als Fotograf ist das genial) denn wenn ich Fotograf bin, bin ich das (meistens) aus Leidenschaft und das merkt mein Gegenüber. Da funkeln die Augen und sowas stiftet an ;) Und mein Gegenüber weiss bescheid, auf welchem Stand ich bin. Und das Reden hat die gleiche Funktion wie Werbung: einfach kurz wieder in Erinnerung rufen.

Ich habe mir oft die Frage gestellt, warum Firmengründer (oder Inhaber) die besten Verkäufer sind. Die Antwort: sie stehen zu Ihrem Produkt. Sie haben die Höhen und Tiefen der Firma mitgemacht. Sie kennen jedes Detail und sind mit Begeisterung dabei. Und genau diese Begeisterung will auch jeder Kunde. Und ich als Fotograf bin ja mein eigener Chef und Firmengründer und muss genau diesen Enthusiasmus weitergeben.

Der Kunde kauft nicht immer nur die Bilder, er kauft den Fotografen als Komplettpaket. Dazu zählen menschliche, fachliche als auch handwerkliche Qualitäten. Und wenn man in einem Bereich nicht der Beste ist kann man das gut durch einen der anderen Punkte ausgleichen.

Man muss nicht immer nur die Bildqualität vorantreiben, man kann auch mit guter Laune ans verkaufen gehen. Auch damit treibt man sein eigenes Geschäft voran ;)

Hier gehts übrigens zum ersten Teil.

Kategorien:HomeSchlagwörter: , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: